Aufstellungen

Der Hintergrund
Jeder von uns ist in verschiedene Systeme eingebunden: Familie, Liebesbeziehungen, als Teil eines Teams… Und immer auch in unser inneres System: in unseren Körper, unsere Gefühle und geistige Bilderwelt.
Manchmal spüren wir, dass unser System in Un-Ordnung ist.
Wir empfinden z.B. unsere Partnerschaft trotz aller Liebe als schwierig, oder unsere innere Beziehung zu unseren Eltern ist disharmonisch oder wir sind krank. In bestimmten Bereichen kommen wir trotz bester Absichten und anderem Wünschen einfach nicht weiter...
Nicht umsonst meinen wir mit "etwas in Ordnung bringen" eine Lösung, in der alles wieder an seinen rechten und gemäßen Platz kommt.
Doch wie diese Ordnung tatsächlich aussieht, ist uns oft im wahrsten Sinne des Wortes schleierhaft - durch unsere eigene Verstrickung in das System (das Thema) ist uns der klare Blick verstellt.
Wenn wir nun "etwas in Ordnung bringen" wollen, meinen wir eine Lösung, in der alles wieder an seinen "richtigen Platz" kommt.

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Die Methode
Wer eine Aufstellung möchte, wählt für die verschiedenen Elemente seines Themas (z.B. Familie) Stellvertreter aus der Seminargruppe. Diese stellt er dann im Raum zueinander in Beziehung, ganz nach seinem inneren Bild. Dann setzt er sich und schaut zu.

Die Erfahrung zeigt, dass alle aufgestellten Stellvertreter nun Kontakt zu einem "wissenden Feld" (Hellinger) haben; einem Bereich, in dem sie Gefühle und Körperreaktionen empfinden, die zu der Person gehören, die sie vertreten.
Dieses Phänomen ist für uns erstaunlich und tritt ganz unabhängig von Hintergrundwissen oder "intuitiven Talenten" auf; doch ist es eine immer wieder erlebte Erfahrung.
Durch diese Informationen werden hintergründige Dynamiken, Verbindungen und Verstrickungen erfahr- und sichtbar und damit kann ein Lösungsprozess beginnen. Durch Verändern der Plätze, gesprochene Lösungssätze und andere Rituale finden wir zu einer neuen Ordnung: Verstrickungen werden gelöst und Gebundenes wird erlöst - meistens.
Manchmal wäre eine Lösung aber auch zu früh oder zu schnell und es bleibt beim Erkennen der Situation… jede Aufstellung ist einmalig, überraschend und kreativ und kann ein Wegweiser für die nächsten Schritte sein.
Und auch wenn wir nicht immer gleich "ja und amen" sagen können, dürfen wir sozusagen "probefühlen", wie diese Frage, mit der wir begonnen haben, beantwortet wird. Aufstellungen wirken tief und erfahrungsgemäß auch lange: es kann bis zu zwei Jahren dauern, bis eine Lösung auch gelebt werden kann.

Für die Stellvertreter ist eine Aufstellung eine kostbare Gelegenheit unmittelbar zu fühlen und die auszudrücken. Dies ist eine Erfahrung, die uns auch in unserem Alltag bereichert und Türen öffnet. Wer öfter als Stellvertreter dabei ist, bekommt ein Gefühl für die eigene Wirklichkeit und macht die Erfahrung, wie gut es tut, ihr zu folgen.

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Die Lösung
In der Lösung anerkennen wir unsere Bindung zu unserem System und stimmen ihr zu. Wir anerkennen unsere Wirklichkeit außerhalb von "ja-aber..." und "es-könnte-doch...".
Unsere persönlichen Urteile und Vorstellungen weichen der unmittelbaren Erfahrung.
Wir anerkennen unseren Platz mit seinen Möglichkeiten und Grenzen, unsere Verantwortung, vielleicht unsere Schuld; unser Erbe und unser Schicksal.
Manchmal ist unser Platz kleiner, als wir glaubten und wir müssen uns "gesundschrumpfen", oder er ist größer und verantwortungsvoller und wir müssen hineinwachsen. Doch immer fühlen wir, er ist passender, gemäßer... und ihn einzunehmen ist leichter, als ihn zu vermeiden.

In einer Aufstellung bewegen wir uns in einer dichten Atmosphäre der Achtung und der Würde uns selbst und dem Leben gegenüber. Es ist die unbewußte Ebene der Seele und der dahinterstehenden Liebe, in die alle eintauchen: die Stellvertreter, die Beobachter, der Leiter, und der, dessen System gestellt wird.

Wir wachsen hin zu dem, WAS IST und anerkennen: Unser Platz ist genau HIER.

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Wem hilfts?
Aufstellungsarbeit hat sich über Jahrzehnte weiter entwickelt und ist heute für viele Anwendungsbereiche geeignet, z.B.:

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